Informationen zur Asse

Seit der Gründung von AufpASSEn in 2003 hat sich in um die Asse herum sehr viel bewegt. Im folgenden stellen wir grundlegende Fakten zur Asse vor und beschreiben den Weg zur Situation heute,  April 2015:
Die Rückholung des Atommülls ist mittlerweile gesetzlich beschlossen, aber die Vorbereitungsarbeiten dafür ziehen sich in oft von uns nicht nachvollziehbarer Zähigkeit dahin.

…………………….. ach ja, mittlerweile ist es Juni 2016. Leider kann ich untenstehendem Artikel noch keine Fortschritte hinzufügen.

 

Asse II: seit 50 Jahren Atommüll vor unserer Haustür

1965 erwarb die Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GSF) im Auftrag der Bundesrepublik das ehemalige Salzbergwerk Asse II 10 km südöstlich von Wolfenbüttel, um dort Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle durchzuführen. In den Jahren 1967 bis 1978 wurden riesige Hohlräume aus dem ehemaligen Salzabbau zum ersten deutschen unterirdischen Lager für Atommüll. 109715 Fässer schwachaktiver Abfälle und rund 16.072 Behälter mit mittelaktivem Atommüll wurden dort eingelagert.

Lange Zeit galt das Atommüllager Asse II in der offiziellen Sprachregelung als Forschungsbergwerk. Erst in 2009 wurde durch die Dissertation des Historikers Dr. Detlev Möller bekannt, dass Asse II während der Einlagerungszeit als Endlager betrachtet wurde und außerdem als Entsorgungsnachweis den Ausbau der Atomkraft im geschehenen Maß und Tempo erst ermöglicht hat

Nach dem im Frühjahr 2002 erstellten  Radionuklidinventar enthielten die Fässer am 1.1.2002 neben anderen Radionukliden auch insgesamt 102 Tonnen Uran und 11,6 kg Plutonium, und die gesamte Strahlungsaktivität betrug 83.300 Curie . Während das Plutonium-241 mit einer Halbwertszeit von 14 Jahren relativ schnell zerfällt, beträgt die des Plutonium-239 24.000 Jahre, und die der Uran-Isotpe viele Millionen Jahre. In 2009 wurde die Plutonium-Menge in einer neuen Auswertung der Unterlagen auf 28 kg korrigiert. In 2010 wurde die Anzahl der Gebinde mit mittelaktivem Atommüll von 1293 auf 16.072 korrigiert. (AG Asse Inventar, Abschlussbericht vom 31.8.2010)Schachtanlage Asse

1978 traten neue Bestimmungen des Atomgesetzes in Kraft. Danach ist ohne Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens mit Öffentlichkeitsbeteiligung keine Endlagerung von Atommüll möglich. Ein solches Planfeststellungsverfahren wurde bis heute nicht beantragt, die Einlagerung von Atommüll wurde Ende 1978 eingestellt – wie der Pressesprecher Herr Haury am 23.7.08 mitteilte, nicht aufgrund der 1978 erfolgten Risikoabschätzung, die als größten anzunehmenden Unfall einen Wassereinbruch annahm, sondern aufgrund der neuen Regelungen.

Aber es wurde weiter mit radioaktiven Substanzen geforscht, es wurden technische Verfahren entwickelt und Tests zum Verhalten von Salz bei Strahlungs- und Wärmeeinwirkung durchgeführt. Dazu wurde das Bergwerk weiter ausgebaut. Erst 1992 wurde die Versuchstätigkeit eingestellt.

Von der „Versuchs“einlagerung zur „Versuchs“-Stilllegung?

In einem Gutachten, das das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung, das Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld und das Bergamt Goslar im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums erstellen, wurde 1993 festgestellt, dass ein nicht mehr beherrschbarer Wassereinbruch in das Bergwerk  nicht auszuschließen ist. Zur Verbesserung der Standfestigkeit empfahlen die Gutachter daher die Verfüllung der verbliebenen Hohlräume (insgesamt ca. 2,5 Millionen m³) mit Salz.

1995 begann die Verfüllung. 10 Jahre lang brachten Tag für Tag Güterzüge Abraumsalz zur Schachtanlage, das dann in die Hohlräume geblasen wurde.

Um endlich eine öffentliche Diskussion über die Stilllegung von Asse II in Gang zu bringen, ludt die Wolfenbütteler Bürgerinitiative „Aktion Atommüllfreie Asse“ (AAA) zum 20.10.2001 GSF und kritische Experten zu einer Tagung ein. Hier stellte die GSF dar, dass seit 1991 Laugenzutritte beobachtet werden, und seit 1998 täglich 11 m³ Steinsalzlauge ins Bergwerk laufen. Die Flüssigkeit komme aus dem Deckgebirge, die genaue Herkunft sei nicht aufzuklären und der Zutritt nicht zu stoppen. Dazu komme, dass die Steinsalzlauge auch die aufgeschlossenen Carnallititbereiche im Bergwerk auflöse. Durch das Volllaufen der Grube würden auch die Lagerkammern mit Salzlösung gefüllt und Radionuklide könnten in Lösung gehen. Diese Lösung könnte durch Konvergenzbewegungen dann schließlich auch ins Deckgebirge gepresst werden.

Man gehe aber davon aus, Anfang 2003 den für die Schließung notwendigen Sicherheitsbericht vorlegen zu können. (siehe Dokumentation der 1. Fachtagung zur Asse mit der Mitschrift aller Referate)
Die Vorlage des Sicherheitsnachweises wurde dann mehrmals verschoben. Bis 2008 ging die GSF jedoch davon aus, für das Stilllegungsverfahren den Nachweis der Langzeitsicherheit erbringen zu können. Dafür wurden Konzepte mit einem „Schutzfluid“ durchgerechnet: Kern dieses Konzepts war die Flutung des Bergwerks mit Magnesiumchlorid-Lösung. Sie sollte verhindern, dass die einsickernde Steinsalzlauge den Carnallitit zersetzt. (1 m³ Steinsalzlauge zerstört 3 m³ Carnallitit.) Das „Schutzfluid“-Konzept, zu dem die GSF keine Alternative nennen konnte, ist noch nie irgendwo eingesetzt worden. Mitarbeiter der GSF räumten auf öffentlichen Veranstaltungen ein, dass sie nicht ausschließen könnten,  dass der radioaktive Abfall mit Laugenzuflüssen in Kontakt kommt. Welche Wege sich diese Laugenzuflüsse nach der Verfüllung suchen ist unbekannt.

Nach Auskünften auf weiteren Veranstaltungen der GSF hat sich der Laugenzufluss bis April 2003 auf etwa 12,5 m³/Tag erhöht. GSF-Geologe Taylor am 23.4.03: „Der Berg drückt – wir müssen handeln“.

Am 23. April 2005 fand das 2. Fachgespräch der Aktion Atommüllfreie Asse statt.

Im November 2005 schließlich wurde die Vorlage des Landzeitsicherheitsnachweises auf unbekannte Zeit verschoben, da es über die Entwicklungen in den Kammern, in denen der Atommüll liegt, neue Erkenntnisse gab. Hier zum Vortrag von Dr. Hensel, gehalten auf der Öffentlichkeitsveranstaltung der GSF am 17. November 2005, in dem er diese Problematik bekannt machte.
Im Mai 2006 wurde bekannt, dass Asse II wohl nicht wie bislang geplant 2013 geschlossen werden soll, sondern erst 2017 die bislang vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen werden könnten.
Im Dezember 2006 wurden die Berechnungen abgeschlossen – das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat den dort vorgelegten Abschlussbetriebsplan, dessen Bestandteil auch der Sicherheitsbericht mit Langzeitsicherheitsnachweis ist, Mitte März 2007 jedoch an die GSF zurückverwiesen. 

Die Arbeiten in der Asse wurden unterdessen von einer immer breiteren Öffentlichkeit kritisch begleitet. Im März 2006 beschlossen der Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel und die Samtgemeinderäte von Schöppenstedt und Asse eine Resolution, in der ein Optionsvergleich zur Art und Weise des Umgangs mit dem Atommüll, eine dauerhafte Umgebungsüberwachung, die Beteiligung der Öffentlichkeit am Schließungsverfahren und eine Informationsstelle auf dem Schachtgelände gefordert werden. Hier der vollständige Text.

Klage auf Atomrecht 2007 eingereicht

Schon immer stieß auf Unverständnis, dass Asse II nicht dem Atomrecht untersteht. Wie oben beschrieben, wurde mit Verabschiedung des Atomgesetzes die Einlagerung eingestellt und es fand nie ein atomrechtliches Genehmigungsverfahren statt. Bis Ende 2008 war ja für Asse II das Bundesforschungsministerium und nicht wie für Atomanlagen vorgesehen das Bundesumweltministerium zuständig.

Die Ignoranz des damaligen Bundesforschungsministeriums gegenüber den Bürgerbedenken zu den Flutungsplänen zeigt eindrücklich der hier dokumentierte Briefwechsel.

Damit nun wenigstens die Schließung nach den für Atomanlagen geltenden Bestimmungen durchgeführt wird, zu denen unter anderem  die Beteiligung der Öffentlichkeit in einem Planfeststellungsverfahren gehört, wurde im April 2007 die Klage auf Anwendung des Atomrechts eingereicht. Die Klage auf Atomrecht fand in der Region um die Asse breite Unterstützung. Der Asse-II-Rechtshilfefond wurde gegründet, und in der Remlinger Erklärung, die am 4. April 2007, dem 40. Jahrestag des Einlagerungsbeginns, verkündet wurde, stellen sich immer mehr Personen, Initiativen und kommunale Gremien hinter die Forderung nach  einem umfassenden  und transparenten Neubetrachtung der gesamten Problematik.Nach der Novellierung des Atomgesetzes durch den Deutschen Bundestag, die durch die Verkündung im Bundesgesetzblatt Teil I am 17. März 2009  rechtskräftig wurde, haben Frau Wrede als Klägerin und das Nds. Umweltministerium (NMU) als Beklagte den Rechtsstreit als erledigt erklärt. Daraufhin hat das Oberverwaltungsgericht das Verfahren Anfang Mai 2009 eingestellt.

Näheres hier

 

Am 5.11.07 besetzte Robin Wood den Förderturm der Schachtanlage. Foto: Robin Wood
Am 5.11.07 besetzte Robin Wood den Förderturm der Schachtanlage. Foto: Robin Wood

Nach einer Gemeinsame Erklärung der drei beteiligten Ministerien vom November 2007 begann eine intensive Diskussion darüber, ob es vielleicht doch andere, sicherere Schließungsverfahren gibt bzw. es möglich/erforderlich ist, einen Teil oder alle Atommüll-Fässer wieder zurückzuholen.

Auf einer Veranstaltung des Landkreises Wolfenbüttel am 21. November 2007   wurden die ersten Ansätze dieser Überlegungen  vorgestellt.

Ab 2008 gab es die GSF übrigens nicht mehr. Sie firmierte bis zum Betreiberwechsel  unter „Helmholtz Zentrum München“.

Die ersten Fässer verrotten schon jetzt im nassen Salz!

Dieses Fazit ziehen wir aus den Enthüllungen vom Juni 2008, als 20 Jahre nach den ersten Messungen endlich bekannt wurde

1.)    im Bereich der Einlagerungskammern auf der 750-m-Sohle sind große Mengen an Flüssigkeit vorhanden.

Seit bislang noch unbekannter Zeit gibt es in diesem Bereich sogenannte Laugensümpfe – feuchte Bereiche im Steinsalz. Die Lauge stammt angeblich aus den alten Kali-Abbaukammern, die vor 70 bis 80 Jahren mit nassem Material verfüllt worden seien.So stellt sich doch die Frage, was in den unzugänglichen Einlagerungskammern geschieht – liegen da die untersten Fässer schon seit langem in einem Salzbrei?

2.)    Proben dieser Laugen enthalten  bereits seit 20 Jahren Cäsium-137 und weitere Radionuklide.

Cäsium-137 kommt in der Natur nicht vor, sondern entsteht bei der Kernspaltung. Es ist in  eingelagerten Fässern, die aus der damaligen Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Kernelemente in Karlsruhe stammen, vorhanden. In den Laugenproben wurden außerdem Spuren von Plutonium und Strontium gefunden.Am 21.8.08 gab der Staatssekretär des Niedersächsischen Umweltministeriums Birkner bekannt, dass nach einem neuen Gutachten die Radionuklide aus eingelagerten Fässern stammen.

Im  Statusbericht Asse II vom 1.9.2008 des Niedersächsischen Umweltministeriums wurden alle diese Berichte bestätigt.

Am 4. September 2008 einigten sich die drei beteiligten Ministerien, die Zuständigkeit für Asse II auf das Bundesamt für Strahlenschutz.zu übertragen.

„Die drei Minister waren sich einig, angesichts der künftig notwendigen Aufgaben, die Asse auch verfahrensrechtlich wie ein Endlager zu behandeln. Diese Einscheidung greift dem Optionenvergleich, wie eine Verschließung der Asse vorzunehmen ist, nicht vor. Die Runde war sich ferner einig, dass damit ein Betreiberwechsel auf das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stattfindet.“ (Pressemitteilung der 3 Ministerien vom 4.9.2008)

Auch ohne genehmigten Langzeitsicherheitsnachweis liefen bis Herbst 2008 die Arbeiten untertage weiter.

Es wurden Fakten geschaffen, die nach Angaben der ehemaligen Betreiber auf die Langzeitsicherheit keinen Einfluss haben würden, jedoch nach unserer Ansicht andere Schließungs- und Sicherungsverfahren oder die Rückholung immer mehr erschweren. Der Tiefenaufschluss unterhalb der Einlagerungskammern (750-m-Sohle) wurde bereits bis etwa 875 m mit Salz, Schotter und Sorelbeton verfüllt und mit Magnesiumchlorid-Lösung geflutet.

Weiter oben wurden neue Kammern im Salz aufgefahren und unter anderem eine Betonmischanlage (rechts auf dem Bild)  und Lagerbecken für Flüssigkeiten  eingerichtet. Ab Dezember 2006 wurden sogenannte Strömungsbarrieren gebaut.
Unterhalb der  Einlagerungskammern wurden  mittlerweile neun dieser Barrieren fertiggestellt.
Auch während einer sogenannten Betriebsruhe im Juli wurde massiv am alten Schließungskonzept weitergearbeitet.
Seit August 2008  werden endlich vom niedersächsischen Umweltministerium alle geplanten Bauarbeiten daraufhin überprüft, ob durch ihre Umsetzung andere – bessere – Möglichkeiten der Schließung (d.h. Rückholung bzw. bessere Einschlussvefahren) gefährdet werden.

Die Remlinger Erklärung ist die Basis für unsere Mitarbeit  im Januar 2008 angelaufenen Asse-Begleitprozess: Austausch zwischen den drei beteiligten Ministerien, VertreterInnen der im Landkreis vertretenen Fraktionen,  VertreterInnen der Bürgerinitiativen und von Umweltverbänden (stimmberechtigte Mitglieder der Begleitgruppe Asse II) und dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem Helmholtzzentrum, dem Kernforschungszentrum Karlsruhe und drei von den stimmberechtigten Mitgliedern benannten unabhängigen Wissenschaftlern). Näheres zur Asse-II-Begleitgruppe auf ihrer Homepage.

Die stimmberechtigten Mitglieder der Begleitgruppe Asse II fordern, Verfüllung und Flutung zu stoppen: siehe Bericht der Wolfenbütteler Zeitung vom 9.8.08

Zum 1. Januar 2009 wurde die Asse dem Atomgesetz und den für Endlager zuständigen Behörden (Bundesumweltministerium und Bundesamt für Strahlenschutz BfS) unterstellt. Seitdem wird Asse II von der vom BfS gegründeten Asse GmbH betrieben. Sie begann 2009 mit den ersten Stabilisierungsarbeiten im Bergwerk (Firstspaltverfüllung), um die für eine planmäßige Schließung notwendige Zeit zu sichern. Außerdem wurde ein umfassendes Konzept zur Umgebungsüberwachung erstellt.

Drei Jahre, von 2009 bis 2012 setzte sich ein Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtags mit den Vorgängen um Asse II auseinander. Abschlussbericht hier.

Das BfS ließ im von der Region geforderten Optionenvergleich Machbarkeitsstudien erstellen zu

  • Rückholung des Atommülls
  • Verlagerung in einen stabilen und trockenen Bereich unterhalb de jetzigen Bergwerks
  • Verfüllung der Einlagerungskammern und anderer zugänglicher Hohlräume mitSorelbeton und Flutung des ergwerks mit Magnesiumchloridlauge, ähnlich dem vom vorigen Betreiber geplanten Verfahren.

Im Januar 2010 stellte das BfS sein Ergebnis des Optionenvergleichs vor:Der Atommüll muss zurückgeholt werden, da anders keine Langzeitsicherheit zu erzielen ist!

Diese Erfolge – Atomrecht für Asse II, Optionenvergleich und eine ernsthafte Umgebungsüberwachung – sind durch die breite Unterstützung der „Remlinger Erklärung“ vom April 2007 und durch die Einreichung der Klage auf Atomrecht für Asse II zustande gekommen.Mit weiterer Aufmerksamkeit und öffentlichem Druck muss es jetzt gelingen, das Ergebnis des Optionenvergleichs – die Rückholung des Atommülls als einzige nachhaltiges Verfahren zur Sicherung der Asse – auch durchzusetzen.

Foto: Helga von Graefe
Foto: Helga von Graefe

Und angesichts des Asse-Desasters gilt es umsomehr, aufzupassen, was an anderen Endlagerstandorten geschieht – und sich dafür einzusetzen dass kein weiterer Atommüll produziert wird.

Die Asse GmbH hat arbeitet nun an dere Beprobung von Einlagerungskammern.
Ausgewählt wurden zwei repräsentative Einlagerungskammern. Bei der einen davon, Kammer 12 auf der 750-m-Sohle, wird davon ausgegangen, dass die Abfälle am Boden bereits in Kontakt mit Salzlösungen gekommen sind.
Nach der Meldung vom 14.12.2010, dass vor Einlagerungskammer 8 mehr Lauge als vorher auftritt und diese auch eine höhere Cäsium-137-Konzentration aufweist als zuvor, ist die Vorbereitung auf den Umgang mit durchgerosteten Fässern und kontaminiertem nassen Salz umso dringlicher – und immer dringender wird auch der Beginn der Rückholung!

Um den Atommüll zurück zur Oberfläche zu transportieren, muss ein weiterer Schacht gebaut werden.  Dafür hat eine Erkundungsbohrung stattgefunden, die zur Zeit ausgewertet wird.

Wohin der Atommüll dann soll, ist noch nicht klar. Der Betreiber wünscht sich ein Zwischenlager möglichst nah an der Asse, in dem der Müll verbleiben soll, bis ein Endlager gebaut ist. Die Bürgerinitiativen können sich ein Zwischenlager an der Asse nicht vorstellen, weil die Gegend um die Asse herum zu dicht besiedelt ist.