Laugenzufluss steigt an

Am 12. Januar teilte die BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) mit, dass weiter steigende Laugenzuflüsse gemessen werden. Seit Oktober 2018 stiegen die aufgefangenen Mengen von 11,6 m³/Tag auf durchschnittlich 12,8 m³/Tag. Zu dieser besorgniserregenden Entwicklung nimmt der Asse-II-Koordinationskreis Stellung:

Asse II-Koordinationskreis (A2K) fordert Beschleunigungen:
1.: Schacht 5 jetzt abteufen!
2.: Atommüll-Rückholung von der 725m und 511m Sohle beginnen
und vorhandene Unterbringungsmöglichkeiten nutzen!
3.: Bergwerk stabilisieren!

Am 12. Januar vermeldete die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) einen erheblichen Anstieg des Laugenzuflusses auf 14.140 Liter pro Tag in der Schachtanlage Asse II. Damit wurde die Meldeschwelle um mehr als 100% überschritten. Der Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen fordert angesichts dessen eine andere Prioritätensetzung beim Betreiber von Asse II:
Vorrang muss der Bau des neuen Schacht Asse 5 haben, nur so kann eine Beschleunigung erfolgen. Auch muss vordringlich die Verfüllung in den Abbaureihen K2 und K4 oberhalb der Atommüll-Kammern fortgesetzt werden, damit in diesen wichtigen Bereichen eine Stabilisierung erfolgt (siehe http://www.asse-watch.de/#FW_Gebirgsbeobachtung_2018). Das folgt auch aus der Bewertung des Institutes für Gebirgsmechanik Leipzig (IfG).Die Kontrolle der Laugenflüsse auf der 750m-Sohle, auf der der meiste Atommüll liegt, ist aufrecht zu erhalten. Ziel aller Maßnahmen muss sein, den Atommüll so weit wie möglich trocken zu halten.


Die Erhöhung des Laugenzuflusses macht den Zeitdruck deutlich, unter dem die Bergung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II steht. Die Rückholung des Atommülls auf der 725m- und der 511m-Sohle, wie von der BGE vorgestellt, muss beschleunigt werden. Hierfür sollten zunächst die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten in Deutschland genutzt werden.

Der Atommüll in der Schachtanlage Asse II ist nicht in der Asse entstanden, sondern aus dem ganzen damaligen Bundesgebiet zum Schacht Asse II transportiert worden. Daher muss auch bundesweit nach den bestgeeigneten Lösungen gesucht werden, die schnell zur Verfügung stehen! Der A2K sieht Anlagen in unmittelbarer Nähe von
Wohngebieten als ungeeignet an.

Die Bürgerinitiativen warnten bereits vor sieben Jahren mit der Aktion „Pumpen statt Fluten“ (siehe http://www.asse-watch.de/#Pumpen_statt_Fluten) vor einem Ansteigen der Laugenzuflussmenge
und forderten eine Notfallvorsorge, bei der der Atommüll trocken und
gebunden gehalten wird. Atommüll darf nicht fahrlässig oder gar vorsätzlich geflutet werden.

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